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Umgang mit Verletzungen

Gehirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung muss besonders ernst genommen werden, um das kurz- und langfristige Wohlergehen der Spieler zu schützen. Zwar wird sie üblicherweise durch einen Schlag auf den Kopf verursacht, kann aber auch von einem Schlag gegen den Körper herrühren, wenn die Kraft des Zusammenstoßes bis zum Gehirn weitergeleitet wird. Sie geht nicht zwangsläufig mit Bewusstlosigkeit einher.

Eine Gehirnerschütterung hat verschiedene Symptome bzw. Anzeichen. Viele davon finden sich in den World-Rugby-Leitfäden für Gehirnerschütterungen: playerwelfare.worldrugby.org/concussion

Übliche Symptome sind beeinträchtigtes Konzentrationsvermögen, Gedächtnisverlust und Gleichgewichtsstörungen. Das Pocket Concussion Recognition Tool (siehe unten) kann bei der Erkennung einer Gehirnerschütterung helfen.

Besteht bei einem Sportler der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, sollte er vom Spielfeld gebracht werden und es nicht wieder betreten dürfen.

Spielt ein Spieler mit Gehirnerschütterung weiter, setzt er sich dem Risiko schwerer Verletzungen aus und wird so auch sein eigenes Team enttäuschen, da dieses Schwierigkeiten haben wird, das um sie ablaufende Spiel weiter voranzutreiben.

Junge Spieler sind anfälliger für seltene und gefährliche neurologische mitunter tödlich verlaufende Komplikationen, die durch einen zweiten Stoß auf eine bereits unter einer Gehirnerschütterung leidende oder nicht voll genesene Person verursacht werden.

Jeder, der aufgrund einer vermuteten Gehirnerschütterung vom Spielfeld gebracht wird, sollte von einem medizinischen Fachmann beurteilt werden. Es sollte ihm nicht gestattet werden, ein Kraftfahrzeug zu führen. Die Rückkehr aufs Spielfeld sollte schrittweise erfolgen, wie in den World-Rugby-Leitfäden für Gehirnerschütterungen beschrieben.



Pocket CONCUSSION RECOGNITION TOOL™

Gehirnerschütterungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erkennen


ERKENNEN & WEGBRINGEN VOM SPIELFELD

Eine Gehirnerschütterung ist zu vermuten , wenn eine oder mehrere der folgenden sichtbaren Hinweise, Anzeichen, Symptome oder Fehler bei Gedächtnisfragen vorliegen.


1. Sichtbare Hinweise bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung

Einer oder mehrere der folgenden sichtbaren Hinweise können auf eine mögliche Gehirnerschütterung hindeuten:

Bewusstlosigkeit oder fehlendes Reaktionsvermögen
Regungsloses Liegen am Boden / verlangsamtes Aufstehen
Unsicheres Stehen / Gleichgewichtsprobleme oder Umfallen / Koordinationsstörungen
Umfassen/Umklammern des Kopfes
Benommener, ausdrucksloser oder leerer Blick
Verwirrung / mangelndes Bewusstsein gegenüber Spielen oder Ereignissen


2. Anzeichen und Symptome bei Verdacht auf Gehirnerschütterung

Das Vorliegen eines oder mehrerer der folgenden Anzeichen & Symptome kann auf eine Gehirnerschütterung hindeuten:

  • Bewusstlosigkeit
  • Anfall oder Krampf
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Übelkeit oder Brechreiz
  • Benommenheit
  • Emotionsüberschuss
  • Reizbarkeit
  • Traurigkeit
  • Müdigkeit oder Erschöpfung
  • Nervosität oder Ängstlichkeit
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Gefühl der Gehemmtheit
  • Spannungsgefühl im Kopf
  • Verschwommensehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Gedächtnisverlust
  • Gefühl „benebelt“ zu sein
  • Nackenschmerzen
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Gedächtnisprobleme

3. Gedächtnisvermögen

Können diese Fragen nicht richtig beantwortet werden, besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung .

„Wo spielen wir heute?“
„Welche Halbzeit haben wir gerade?“
„Wer hat in diesem Spiel den letzten Punkt erzielt?“
„Gegen welches Team hast du letzte Woche gespielt / Welches Spiel hast du letzte Woche bestritten?“
„Hat dein Team das letzte Spiel gewonnen?“


Ein Sportler mit Verdacht auf Gehirnerschütterung sollte SOFORT VOM SPIELFELD GEBRACHT WERDEN und darf die Aktivität erst wieder aufnehmen, nachdem er medizinisch beurteilt worden ist. Sportler mit Verdacht auf Gehirnerschütterung sollten nicht alleine gelassen werden und dürfen kein Kraftfahrzeug führen.

Es wird empfohlen, in allen Fällen eines Verdachts auf Gehirnerschütterung den Spieler zur Diagnose und Betreuung sowie hinsichtlich einer Entscheidung über die Eignung zur Rückkehr aufs Spielfeld an eine medizinische Fachkraft zu überweisen, selbst wenn die Symptome abklingen.


ALARMSIGNALE

Wird IRGENDEINER der folgenden Vorfälle gemeldet, sollte der Spieler sofort sicher vom Feld gebracht werden. Steht keine qualifizierte medizinische Fachkraft zur Verfügung, in Betracht ziehen, den Transport zur zeitnahen medizinischen Beurteilung per Krankenwagen zu organisieren:

- Sportler klagt über Nackenschmerzen
- zunehmende Verwirrung oder Reizbarkeit
- wiederholtes Erbrechen
- Anfall oder Krampf
- Kraftlosigkeit oder Kribbeln/Brennen in Armen oder Beinen
- sich verschlechternder Bewusstseinszustand
- schwere oder zunehmende Kopfschmerzen
- ungewöhnliche Verhaltensänderung
- Doppeltsehen

Nicht vergessen:
  • In allen Fällen sollten die Erste-Hilfe-Grundsätze (Gefahr, Reaktion, Luftwege, Atmung, Kreislauf) beachtet werden.
  • Nicht versuchen, den Spieler zu bewegen (sofern nicht erforderlich, um ihn das Atmen zu erleichtern), es sei denn, Sie sind entsprechend ausgebildet.
  • Nicht den Helm abnehmen (sofern vorhanden), es sei denn, Sie sind entsprechend ausgebildet.

von McCrory et. al, Consensus Statement on Concussion in Sport. Br J Sports Med 47 (5), 2013

© 2013 Concussion in Sport Group

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