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Lebensstil

Grundlegende Körperhygiene

Eine grundlegende Körperhygiene ist vor allem zur Pflege eines gesunden, aktiven Lebensstils wichtig, insbesondere bei einer Tätigkeit in einem geschlossenen Teamumfeld. Eine gute Faustregel ist folgende:

  • Sorgen Sie für eine gute Körperhygiene, d. h. waschen Sie sich mindestens fünfmal täglich die Hände.
  • Halten Sie Ihre Ausrüstung sauber, z. B. Kleidung, Wasserflaschen und Gummischilde.
  • Wenn Sie sich eine Schnittwunde zuziehen, säubern und verbinden Sie diese.


Flüssigkeitszufuhr


Zum Erhalt der normalen Körperfunktionen steht Wasser an erster Stelle. Bei körperlicher Betätigung erleidet der Körper den größten Wasserverlust durch Schwitzen. Um beträchtliche Leistungseinbußen zu vermeiden, muss diese Flüssigkeit wieder aufgefüllt werden – sowohl bei Spielen als auch Trainingseinheiten. Eine ausreichende Wasserzufuhr ist beim Rugby im Grunde wichtiger als die Muskeln mit Energie zu versorgen.

Kinder sollten Sportgetränke nicht regelmäßig zu sich nehmen, da deren hoher Zuckergehalt zu Zahnproblemen führen kann. Milch oder Milchshakes sind sehr gute Getränke zum Auffüllen der Energiespeicher, da sie den Körper mit Flüssigkeit, Eiweiß und Kohlenhydraten versorgen (im Falle von Milchshakes).

Eine einfache Möglichkeit zur Überprüfung des Wasserhaushalts ist die Farbe des eigenen Urins. Hilfreich dabei ist das Schaubild unten. Ziel sollte es sein, dass der eigene Urin eine blasse Farbe aufweist, was Stufe 1 bis 3 der Tabelle entspricht. Ähnelt Ihr Urin eher der Stufe 4 bis 8, sind Sie dehydriert und sollten sich nach einem Rehydrationsprotokoll richten.

Ernährungsweise

Wie die richtige Ernährung aussieht und welche Lebensmittel man bei Trainingseinheiten und Spielen zu sich nehmen sollte, sind wichtige Fragen in puncto Sport und Leistung. Wichtig ist, die richtige Balance zwischen Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen zu finden, um sicherzustellen, dass dem eigenen Körper genug Energie zur Verfügung steht, um nicht nur ein einzelnes Rugby-Spiel zu absolvieren, sondern auch das nötige Training, um es bis zu diesem Punkt zu schaffen. Der menschliche Körper kann beträchtlich harte Trainingseinheiten absolvieren – aber nur, wenn Sie ihn mit all den Lebensmitteln versorgen, die er braucht, um kräftig und energiegeladen zu bleiben.

Es wird immer deutlicher, dass viele Menschen zu viele Kohlenhydrate, u.a. auch Fruchtzucker aus Obst, zu sich nehmen. Die Aufnahme von Kohlenhydraten sollte überwiegend langkettige (niedriger GI) als vielmehr raffinierte (hoher GI) umfassen. Die Ernährung der meisten Menschen umfasst jedoch zu wenig Eiweiß (tierisches, insbesondere von Fischen und weißen Fleischsorten, sowie pflanzliches) und Gemüse. Die meisten Spieler dürften keine Proteinzusätze benötigen. Gemüse sollte Obst als Hauptquelle für Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe vorgezogen werden. Die meisten nehmen durch eine frische, ausgewogene Ernährung ausreichend Vitamine und Mineralstoffe auf, sodass Nahrungsergänzungsmittel i. d. R nicht erforderlich sind.

Einen beispielhaften Ernährungsplan kann man hier herunterladen:

rugbyready.worldrugby.org/de/downloads


Alkohol

Der Konsum von Alkohol schadet dem Körper, da er Training und Leistung auf vielerlei Weise beeinträchtigt:

  • Verringerung der Erzeugung von Muskelkraft
  • Abnahme von Muskelkraft und Leistungsvermögen
  • Veränderung des Transports, der Aktivierung, der Verwertung und Speicherung der meisten Nährstoffe
  • Dehydration , die noch lange nach dem Alkoholkonsum anhalten kann – Dehydration beeinträchtigt das Leistungsvermögen
  • Veränderung des Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsels, erhöhte Stoffwechselrate und höherer Sauerstoffverbrauch
  • beeinträchtigte Regeneration nach Verletzungen und mikroskopisch kleine Gewebeschäden im Zusammenhang mit dem Training
  • Beeinträchtigung der Funktionsweise des zentralen Nervensystems, von Koordination und Präzision

Nahrungsergänzungsmittel – eine Fallstudie


Adam Dean, ein 17-jähriger Rugby-Spieler, erhielt in seiner Rugby-Altersklasse die höchsten Auszeichnungen und absolvierte für die Klasse der unter 18-Jährigen in England internationale Länderspieleinsätze. Infolge des Drucks durch die Aussagen, er müsse immer „größer, schneller und stärker“ werden, begann Adam damit, ergänzend zu Training und Ernährung Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

Zwar war er sich bewusst, dass er die Regeln der Verbotsliste beachten musste, jedoch hatte die Ausbildung, die Adam erfuhr, nicht ausgereicht, um sich des Risikos einer möglichen Verunreinigung von Nahrungsergänzungsmitteln voll bewusst zu werden, weshalb er beschloss, seine Entscheidung auf Grundlage seiner eigenen Nachforschungen zu treffen.

Adam entschied sich für ein Nahrungsergänzungsmittel, das laut dem Produktetikett keine verbotenen Substanzen enthielt – ein Produkt, das auch den Anspruch erhob, „für auf Doping getestete Sportler geeignet“ zu sein. In der Annahme, die Angaben des Herstellers seien zutreffend und fundiert, begann Adam damit, die Nahrungsergänzungsmittel als Teil seines Trainingsprogramms einzunehmen.

Adam wurde positiv auf
19-Norandrosteron (ein verbotenes Anabolikum) getestet und die vorher von ihm eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel waren die einzige Erklärung für das postive Testergebnis, die Adam finden konnte. Adam erhielt eine zweijährige Rugby-Sperre.